Pietereks

Ein Familien-Blog aus Bangkok

Familie Pieterek

Familie

Familie

Familie Pieterek ist im Januar 2010 nach Bangkok gezogen. Wir wollen hier bei der Arbeit mit unterpriviligierten Kinden helfen. Seit August 2010 arbeiten wir bei Our Home Chapel, einer Foursqare-Gemeinde hier in Bangkok. Our Home Chapel hat eine Children Ministry, eine Arbeit mit Slumkindern, die der Unterstützung bedarf. Katja ist die Patenschafts-Koordinatorin bei der neu entstehenden Stiftung “Children of Our Home” und dort für Veröffentlichungen, Kommunikation mit Paten und Interessenten aus dem Ausland sowie das Training der Mitarbeiterinnen zuständig.
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   Jun 27

Kullinarisches

Nachdem unsere Familie und Freunde immer wieder die kullinarischen Vorzüge von Deutschland lebhaft schildern und wir jedesmal “neidisch” werden, wenn wir von Spargel, Erdbeeren, Erdbeerkuchen, Kirschen oder Pilzen hören, müssen wir jetzt einmal reagieren. Ein paar dieser Köstlichkeiten könnten wir hier auch bekommen. Aber bei einem Kilopreis von 30€ für Kirschen genießen wir die hiesigen Spezialitäten.

Bananen oder Ananas schmecken hier, natürlicher gereift, ganz anders. Hat sich mal jemand Gedanken gemacht, wie Ananas wächst? Wir nicht, bis wir sehen konnten wie sie wachsen.

Drachenfrucht ist in Deutschland ja auch bekannt, aber habt Ihr sie schon mal probiert? In Fachkreisen (unsere Kinder) wird sie auch Stracciatellafrucht genannt.

Rambutan und Mangostane sind wohl schon etwas exotischer und auch sehr lecker.

Aber jetzt wird richtig exotisch. Wer kennt diese Frucht und was ist es? Puddingapfel (auch Rahm- oder Zimtapfel) schmeckt ein bißchen wie er heißt und hat mit unseren normalen Äpfeln nicht viel gemein.

Wird fortgesetzt ……. , wenn wir dazu kommen.


   Jun 07

In Bewegung

UMZUG

Ich weiß, ich weiß, es hat mal wieder viel zu lange gedauert. Das kommt daher, dass wir so viel arbeiten! :o ) Es ist viel passiert, seit wir wieder hier in Thailand sind. Dreieinhalb Monate sind es schon wieder. In dieser Zeit sind wir zum Beispiel umgezogen. Wir wohnen jetzt in einem kleineren Haus, näher an der Gemeinde. Das Haus gehört einer Thailänderin und ihrem kanadischen Mann und ist sehr liebevoll hergerichtet worden. Wir fühlen uns hier sehr wohl, auch wenn wir jetzt weniger Platz haben.

Dortje und Jannes teilen sich nach wie vor ein Zimmer und jetzt auch ein Bett. Dort liegen sie manchmal verquer, manchmal über Kreuz, und manchmal tauschen sie auch während der Nacht die Plätze. Immer wieder überraschend! Aber sie kommen besser zurecht als wir gedacht hätten. Und sie sind gerne umgezogen, lieben es,  jetzt mehr Kinder in der Nachbarschaft zu haben. Und die Tochter der Vermieter spricht auch noch Englisch!

Es gab zwei entscheidende Gründe für den Umzug: Zum Einen wollten wir die Fahrerei reduzieren. Wir waren doch sehr lange unterwegs und unser alter Ford ist auch sehr durstig. Jetzt können wir mit dem Auto oder auch mal mit dem Pickup-Taxi und dem Bus fahren.  Zum Anderen wollten wir die Miete senken. Wir wollten unseren Teil dazu tun, dass die Finanzen irgendwie reichen, und da sind wir jetzt schon einen Schritt weiter.

WORK PERMIT UND VISA

Apropos “Schritt weiter”, wir sind auch sonst zwei entscheidende Schritte voran gegangen. Zum Einen haben wir tatsächlich und – ehrlich gesagt – wider Erwarten ein Work Permit bekommen! Yeah! Ein sehr begehrtes Büchlein, das einem angeblich die Türen in Thailand von ganz allein öffnet. Ah ja. Wir werden sehen. Nach einem Verschnauf-Wochenende ging es dann drei Tage nach Erhalt des Work Permit zur Immigration. Glücklicherweise einen Tag VOR Ablauf der Visa. Nein, nein so einfach war das nicht. Dabei hatten uns Freunde gesagt, auch die Visa seien mit dem Work Permit ein Klacks. ABER: Wir sind hier in Thailand. Also, da musste noch eine Liste aller ausländischen Mitarbeiter der Stiftung dazu. Ja, auch wenn ich die einzige sei. Und auf die Kopie unserer Heiratsurkunde müsse ein Stempel von der Botschaft. Und noch das Eine oder Andere mehr.

Die Botschaft war an diesem Tag – natürlich – schon geschlossen. Also zum Goethe-Institut, weil man der DEUTSCHEN Botschaft natürlich nicht irgendeine hergelaufene Übersetzung vorlegen kann. Wo denkt Ihr hin? 1000 Baht, morgen früh, 9.30 Uhr. Alles klar. Wir hatten gehofft, früher bei Immigration sein zu können, aber naja. Also am nächsten Tag mit der Übersetzung zur Botschaft. Langes Warten, dann: Wir werden aufgerufen. Es ist inzwischen recht spät. Norman, hol schon mal den Wagen! Aber nein, weiteres Warten, dann: “Haben Sie denn die Original-Heiratsurkunde dabei?” Nein. “Also, dann kann ich Ihnen das aber nicht abstempeln. Ich frage mal meine Vorgesetzte.” Letzteres, weil ich langsam etwas ungeduldig wurde. Weiteres Warten, dann: Die Vorgesetzte (eine Deutsche) ruft mich in ein Kabuff und bittet mich, die Tür zu schließen. Aha. Für so unkontrolliert bin ich, glaube ich, schon lange nicht mehr gehalten worden.

Die Vorgesetzte erklärte mir dann im Prinzip, dass sie deutsches Recht beuge, wenn sie den verlangten Stempel auf das Papier setze. Um alles in der Welt! Das will natürlich keiner!!! Dass sich deutsche und thailändische Gebräuche auf dem Rücken der Expats treffen, ist doch völlig in Ordnung, wir haben ja sonst keine Probleme. Arggghhh! Norman war inzwischen mindestens sechsmal um den Pudding gefahren. Und so ein Pudding in Bangkok ist etwas größer als zuhause. Frust! Was nun? Was soll´s, zurück zu Immigration (die Strecken Zuhause – Botschaft – Immigration bilden übrigens ein formschönes und überaus großflächiges Dreieck über Bangkok).

Nummer ziehen und erstmal Essen gehen. Vor der Mittagspause passiert hier eh nichts mehr. Und dann irgendwann waren wir dran und – bekamen eine andere Beamtin als am Tag zuvor. Entweder diese Dame hat es nicht so mit Stempeln oder der vom Goethe-Institut war eindrucksvoll genug. Fertig, Pass zurück, bitte kommen Sie bald wieder (am 21. Juni, um genau zu sein, das richtige Visum abholen). Danke!!!

Das nur mal so als Eindruck von den “kleinen” Dingen, die das Leben im Ausland doch so bestimmen. Wir können jetzt ein Jahr hierbleiben und müssen uns nur noch alle drei Monate melden. Keine Trips nach Kambodscha mehr – zum Bedauern unserer Kinder.

BESUCH AUS DEUTSCHLAND

Das waren alles drei große Projekte, die viel Zeit und noch viel mehr Nerven gekostet haben (der Bericht oben ist ja nur ein Ausschnitt!). Und dann war da auch noch ein schönes Projekt: Mein Boss hat uns besucht! Alfons Schwiderski von Startblock-RheinMain e.V. und seine Tochter Cara waren hier und haben sich unser Leben und unsere Arbeit einmal angeschaut. Da Alfons auch noch einer der Pastoren unserer Heimatgemeinde ist, waren wir doppelt gesegnet. Und auch unser Team, hier bei der “Children of Our Home Foundation” wurde durch Alfons und sein intensives Interesse und seine guten und berechtigten Fragen sehr ermutigt. Danke, Alfons und Cara, dass Ihr die lange Reise und die Unannehmlichkeiten und die HITZE auf Euch genommen habt!!!

KINDERGARTEN

Und dann kam ja noch da Highlight des Jahres: Dortjes Kindergarten-Graduation. Nein, nein, hier werden die Kinder nicht einfach mit Handschlag verabschietet und bekommen ein schönes Leben gewünscht, NEIN, hier wird eine Feierstung mit Käppi und Umhang oder – wie man hier so sagt – caps and gowns begangen, Urkunden und Preise werden überreicht und eine Erfrischung angeboten. Und wie schon bei der Weihnachtsfeier werdenn etwa 1 Mio. Bilder von aufgeregten Eltern gemacht. Von uns natürlich auch!

Dortje hat die ganze Veranstaltung in vollen Zügen genossen. Aus Gestik (der Junge neben ihr wurde immer wieder selig gestreichelt) und Mimik (Strahlen wechselte sich mit verzücktem Lächeln ab) war zu schließen: Dortje war glücklich! Sie genoss jeden Gang auf die Bühne, sprach leise auch den Text der anderen Kinder mit und geriet auch nicht in Panik als ihr bei der Verbeugung vor dem Principal das Käppi vom Kopf rutschte. Dortje bekam den “Award for Caring and Helping Hands” und war begehrtes Fotomotiv für die anderen Eltern. Und für uns.

Jannes war auch dabei und war mit Sicherheit das einzige Kind, das die ganze Zeit nach vorne geguckt hat. Ich weiß das, denn ich saß schräg hinter ihm und wollte ein Bild von ihm machen. Er schien sehr stolz auf seine große Schwester zu sein. Und darauf, dass er nach den Ferien schon in K2 kommt. Nicht alle Kinder aus seiner Gruppe gehen mit in K2, zwei oder drei bleiben noch ein Jahr in K1, was die Sache von einer Selbstverständlichkeit zu einem Erfolg werden lässt.

Ob Jannes und Dortje im nächsten Schuljahr wieder zur BCIS gehen können, hängt allerdings davon ab, ob wir das Schulgeld bezahlen können. Falls nicht, müssen wir noch vor Ende der Ferien nach Deutschland zurückkehren. Erziehung an internationalen Schulen ist teuer. Die Schule ist die größte Ausgabe in unserem Budget. Und leider passt sie nicht hinein. Aber wir wollen der Schule nicht wieder etwas schulden (das haben wir schon in diesem Halbjahr gemacht), darum ist es diesmal “hopp oder top”. Oder so.  Wer möchte, kann gerne für uns beten, und wer möchte, kann auch gerne spenden!

So, da wären wir in der Gegenwart angekommen. Jetzt haben wir große Ferien und Norman und ich teilen uns die Kinderbetreuung etwas auf. Da ich auch gut zuhause arbeiten kann, Norman aber nicht, bleibe ich häufiger hier. Wenn die Entscheidung gefallen ist, ob wir hier bleiben können, werden wir natürlich sofort berichten. Vielen Dank für das Interesse und die Ausdauer und bis zum nächsten Mal!


   Apr 03

Back in Bangkok

Angekommen! Es hat ein Weilchen gedauert, bis wir wirklich wieder hier angekommen sind. Wir hatten nicht geglaubt, dass uns hier ein entspanntes Jahr erwartet (auch wenn wir das gelegentlich behauptet haben), aber wir dachten, der Einstieg sei einfacher als beim ersten Mal. Flötepiepen, wie meine Mama immer sagt.

Neben den vielen kleinen Hindernissen, die das Leben nicht eben erleichtern, haben uns vor allem die Veränderungen in der Gemeinde erschreckt. Einige Leute, mit denen wir uns gut verstanden hatten oder gut zusammengearbeitet hatten, waren plötzlich nicht mehr da. Entweder sie hatten gekündigt, waren aber noch im Gottesdienst zu sehen oder sie waren komplett verschwunden. Nachdem wir uns damit einigermaßen abgefunden hatten, ging aus heiterem Himmel auch noch der Pastor. Ein Schock am Sonntagmorgen. Das macht weder die Arbeit noch das persönliche Leben wirklich leichter. So etwas wirft einen etwas aus der Bahn.

Wir waren in dieser Zeit sehr froh, dass wir einander hatten und uns gegenseitig Mut machen konnten. Hin und wieder schwebte auch der Gedanke der vorzeitigen Heimkehr durch den Raum. Aber das ist einfach nicht unser Ding, bei Schwierigkeiten direkt mal das Handtuch oder die Flinte wohin auch immer zu werfen. Stattdessen haben wir uns ins Zeug gelegt, um die Gemeinde und den neuen alten Pastor, Kelly Hilderbrand, nach Kräften zu unterstützen.

Zwei Tage nach dem Pastorenwechsel gab es in der Gemeinde eine Konferenz mit Ralph Moore (der 700 Gemeinde gegründet hat). Er war der Mentor von Kelly gewesen, als dieser noch in Hawaii arbeitete. Ich glaube, diese Konferenz hat uns allen gut getan. Mir auf jeden Fall. Die Ideen von Ralph Moore haben mich ermutigt und herausgefordert. Ich muss mir unbedingt mal eins seiner Bücher aus unserer Bücherei holen!

Während der Konferenz haben wir mit den thailändischen Kolleginnen zusammen alles gemacht, was am Rande so einer Konferenz passiert. Wir haben mit geputzt und vorbereitet, die Anmeldungen entgegengenommen, Taxis gerufen und Wege erklärt, vermittelt, Botengänge gemacht, Kaffee und Plätzchen oder Mittagessen vorbereitet und ausgegeben, Suppentöpfe gehoben (keine gute Idee!) und – natürlich – mit den anderen Helferinnen geredet. So habe ich mit drei, vier Frauen aus der Gemeinde Kontakt bekommen, die ich bislang eigentlich nur gegrüßt hatte. Das war richtig gut!

Es gibt übrigens auch in der Stiftung personelle Veränderungen. Gung ist gegangen und arbeitet jetzt für eine andere Stiftung, außerhalb von Our Home Chapel. Außerdem hat sie vor einer Woche ihr Studium abgeschlossen. Auch Ole, die Kinderpastorin, hat in eine andere Stiftung gewechselt und arbeitet mit einem Ehepaar aus der Gemeinde in einer anderen Organisation für Kinder. Dafür sind Fern und Su jetzt dabei. Fern hat bislang das Restaurant geleitet und gekocht, und sie studiert nebenbei auch noch Pädagogik in

P´Rung, Fern, Katja und Su

irgendeiner Form (für Details reicht mein Thai einfach noch nicht). Habe ich erwähnt, dass sie auch noch einen zweijährigen Sohn hat und mit Mann und Kind in der Gemeinde wohnt? Über Su weiß ich noch nicht so viel, aber auch sie studiert (wer eigentlich nicht?). Die beiden sollen jetzt ausgebildet werden und die Arbeit im Slum beginnen. Und dann soll auch bald das erste Projekt der Children of Our Home Foundation starten. Ich bin schon sehr gespannt!

Außerdem ist Familie Pieterek auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Wir wollen näher an die Gemeinde ziehen, damit wir Zeit und Sprit sparen. Naja, und auch die Miete sollte etwas niedriger sein als jetzt. Wer will, kann für ein schönes Heim beten, in dem wir uns wieder so wohl fühlen und Kraft tanken können. Wer etwas weiß, in der Nähe der Ramkhamhaeng-Universität, möge sich umgehend melden!

Ach, und dann haben wir auch noch einen Seat zu verkaufen, der in Duisburg steht. Er soll das Schulgeld unserer Kinder bezahlen. Glücklicherweise ist die Schule an Missionare gewöhnt und sehr geduldig. Dafür können wir Gott nur danken! Also, wenn Ihr einen Seat Ibiza für knapp 3000 € braucht oder jemanden kennt, der ihn braucht, dann meldet Euch auch!

Zuletzt möchte ich Gott noch danken, dass Er uns meine Oma so lange erhalten hat! Sie ist zwei Wochen nach ihrem 90. Geburtstag gestorben. Sie hat noch groß gefeiert und hat die Gemeinschaft mit Freunden und Verwandten genossen. Sie war voll dabei, sagen alle, und hat immer, wenn ihr Name erwähnt wurde, alle wissen lassen: “Das bin ich!” Zwei Tage später verschlechterte sich ihr Zustand plötzlich drastisch und trotz des hohen Alters sehr überraschend, starb sie am 20. März sehr friedlich und im Beisein meiner Mama. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen, werden aber ihre Liebe und ihre Gebete sehr vermissen!!!

Bis auf Weiteres,
Eure Pietereks


   Feb 18

In der Heimat

Diesen Post widme ich (Katja) meinem großen Bruder, der schon immer nöckert, dass wir noch nichts gepostet haben. Jörn, dies ist für Dich!

Seit gut acht Wochen sind wir nun schon in Deutschland und haben inzwischen den Rückflug gebucht. Am 23. Februar geht es zurück. Was war das für eine schöne Zeit! Ich kann mich nicht erinnern, jemals zuvor so viele Freunde und Bekannte in so kurzer Zeit besucht zu haben. Leider konnten wir nicht bei allen vorbeischauen, aber wir freuen uns über die, die wir getroffen haben. Die Anderen können ja eigentlich auch zu uns kommen, oder?

Und dann naürlich Weihnachten! Was für ein Fest! Mit 18 Personen verbrachten wir den Heiligabend bei unserer Cousine in Katjas altem Elternhaus. So hatte sie sich Weihnachten immer vorgestellt: Alle zusammen, aber entspannt und friedlich. Die Kinder beschäftigen sich selbständig (fünf Mädchen und unser Jannes) und es werden sogar ein paar Lieder gesungen, Geschichten vorgelesen und Gedichte vorgetragen. Ein Weihnachtsmann kam vorbei (Dortje: “Mama, verkleiden sich manche Menschen als Weihnachtsmann?” “Ja, manche tun das. ” “Mama, ich glaube, unser, der war nicht echt. Ich hab´ sein Kinn gesehen!”), und das Essen, gefolgt von Köstlich-Süßem, ließ keine Wünsche offen. Perfekt!

Für die Kinder war außerdem der Schnee ein echtes Ereignis. Ich möchte mich bei denen entschuldigen, die nicht solchen Gefallen an der weißen Pracht finden, aber wir hatten das so bestellt. Da unsere Kinder von lieben Freunden und Verwandten mit einem reichhaltigen Angebot an Wintersachen versorgt worden waren (nochmal einen herzlichen Dank dafür!), konnten wir das Rodeln und Spazieren auf watteweichem Untergrund so richtig genießen. OK, auf den Matsch danach hätten wir auch gut verzichten können.

Dank unserem Onkel, der uns ein Auto zur Verfügung gestellt hat, konnten wir immer zwischen den Familien pendeln. Norddeutschland – Rheinhessen – Norddeutschland – Darmstadt – Rheinhessen – Norddeutschland….. und so weiter. Aber so konnten sich die einen Großeltern etwas erholen, während wir bei den anderen waren. Vier Leute zu Besuch – das ist ja keine Kleinigkeit, vor allem, wenn man sonst nur zu zweit ist. Aber keiner hat gemeckert und sich beschwert. Im Gegenteil: Die Omas und Opas haben den Kindern ein Superspaßprogramm geboten! Sooo eine nette Familie haben wir!

Und dann ist da ja auch noch unsere andere Familie, die Gemeinde. Also, eigentlich haben wir auch davon zwei. In Mainz haben wir die Gottesdienste bei enChristo und die Besuche in Hauskreisen und bei Freunden aus der Gemeinde ganz besonders genossen. Wir sind mächtig gesegnet worden! Und wir haben so viele nette Menschen kennengelernt, die sich bislang offenbar irgendwo in der Gemeinde versteckt haben müssen. Aber jetzt haben wir sie doch entdeckt. Und aus dem anderen Teil der Familie, aus unserer Gemeinde in Bangkok, mehrten sich die Anfragen nach unserem Rückflugdatum. Schön, so vermisst zu werden!

Und wo wir schon dabei sind, hier ein Update aus Bangkok: Die Stiftung ist durch! Genehmigt und registriert, offiziell und unanfechtbar!!! Erst vor wenigen  Tagen haben wir die Nachricht bekommen, dass die letzte, sehnsüchtig erwartete Unterschrift jetzt auf dem Papier und selbiges in der Hand von Pastor Dton ist. Jetzt geht es los! Wenn Ihr eine Patenschaft für ein thailändisches Kind übernehmen wollt, meldet Euch bei uns!!! Nur €35 im Monat! Katja ist schon ganz aufgeregt! Jetzt versteht Ihr vielleicht besser, warum es uns wieder zum Geschehen zieht.

Und dann gibt es ein neues Baby in der Gemeinde zu bewundern und eines zu erwarten, eine neue Gemeinde wird gegründet und es muss ausgelotet werden, ob Norman denn nun Deutsch unterrichten soll oder nicht. Außerdem – und daran denken wir nur ungern – muss eine zwei-Monate-alte Staub- und Dreckschicht aus unserem Haus verbannt werden. Freiwillige, die uns in dieser Zeit besuchen wollen? Putztücher sind mitzubringen! :D

Aber im Ernst: Wir freuen uns immer über Besuch aus der Heimat! Das ist wie ein Wellnessurlaub für uns. Unser Gästezimmer hat Klimaanlage, ein Pool befindet sich auf dem Gelände und Bangkok hat auch viel zu bieten.

So, ich denke, dass Ihr jetzt wieder recht umfassend informiert seid. Und ich muss jetzt mal bei den Hausaufgaben der Kinder helfen, damit sie Englisch nicht ganz vergessen. Oh wei, kann ich überhaupt noch Thai? Wir werden sehen….


   Nov 23

Viel passiert!

Wow, es gibt viel zu erzählen. Weil viel passiert ist, hatten wir keine Zeit es zu erzählen. Und weil wir länger nichts erzählt haben, gibt es jetzt eine ganze Menge zu berichten.

Zum Einen ist Katja jetzt bei Startblock-RheinMain e.V. in Mainz angestellt. Der Verein fördert Kinder in Mainz durch notwendige Hilfe im schulischen Bereich. Genaueres könnt Ihr über den Link zu ihrer Seite finden. Der Verein ist von Mitgliedern unserer Heimatgemeinde enChristo gegründet worden und uns daher natürlich sehr nahe. Auch inhaltlich gibt es starke Parallelen zwischen Startblock und Children of Our Home. Beide Organisationen arbeiten mit unterpriviligierten Kindern, um sie schulisch zu unterstützen und ihnen durch Beziehungen die Liebe Gottes nahe zu bringen.

Neben der stärkeren Anbindung an die Heimat und Heimatgemeinde, hat dies auch finanzielle Vorteile. Vor allem für unsere Sponsoren; da Startblock-RheinMain ein eingetragener, gemeinnütziger Verein ist, können Spenden für uns jetzt über den Verein laufen und werden für die Steuer quittiert. D.h. die Unterstützung für uns wird jetzt nicht nur von himmlischer (wichtig!), sondern auch von staatlicher  Seite honoriert (angenehm). Das freut uns sehr für alle Spender und gibt uns die Hoffnung, dass, wenn ein paar von Euch noch unter dem anrechenbaren Maximum liegen, …. :o )

Krathong zum Lichterfest Loy Krathong - das thailändische Dankfest

Für uns bedeutet das erst einmal finanzielle Mehrbelastung, da wir von dem Gehalt, das übrigens weiterhin 100%ig von Spenden abhängig ist, nun auch Sozialabgaben in Deutschland und im nächsten Jahr Steuern in Thailand zahlen müssen. Dafür zahlt Katja weiter in die Rente ein und kann die deutsche Krankenversicherung auch in Thailand nutzen. Das bedeutet, dass die Selbstbeteiligung, die hier tendentiell die gesamte Arztrechnung abdeckt, entfällt und wir endlich etwas von der Versicherung haben.

Wir sind sehr froh und sehr dankbar, dass Startblock uns diese Möglichkeit bietet!

Nakphasit Community Child Center

Das Zweite Ereignis betrifft die Arbeit: Nachdem Mitglieder unserer thailändischen Gemeinde Our Home Chapel sechs Jahre lang ein sehr armes Wohngebiet in der Nähe der Gemeinde besuchen und einmal pro Woche in der dortigen Kindertagesstätte unterrichten, hat uns die Regierung nun gebeten, diese Kindertagesstätte VOLLSTÄNDIG ZU ÜBERNEHMEN!!! Das ist für uns eine Riesensache! Wir sollen einen Lehrplan erstellen, der dann als Beispiel für ganz Bangkok genommen werden soll. Eine christliche Kindertagesstätte in einem buddhistischen Land und in einem Wohngebiet, das einem Moslem gehört. Auf dem Silbertablett serviert. Wann bekommt man schon einmal eine solche Gelegenheit?!

Die Kita soll erweitert werden und über kurz oder lang 300 Kindern Platz bieten. 300 Kinder, unterrichtet von christlichen Erzieherinnen und von Betreuerinnen, die von uns ausgebildet werden. Zwei Tage die Woche gibt es – mit dem Einverständnis des muslimischen Besitzers – christliche Erziehung. Ist unser Gott nicht einmalig? Und so witzig: Katja hat sich nämlich seit einiger Zeit gefragt, wie das denn alles so funktionieren soll, Kinder zu fördern, wenn man nur das Wochenende hat. BAMM! Und Gott sagt: So.

Kinder im Child Center

OK, wir müssen  jetzt ratz-fatz mit 300 Sponsoren rüberkommen, damit die Sache auch finanziert werden kann. Aber auch das legen wir einfach mal in Gottes Hand – wenn Er die Patenschaften will, kann Er sie auch beschaffen. Wir tun dann unseren Teil dazu. 35€ im Monat, übrigens, um einem Kind einen Ausweg aus den Slums zu geben. Und die Chance, den Himmlischen Vater kennen zu lernen, der sie liebt und einen Plan für jeden Einzelnen hat.

Drittens: Die Registrierung als Stiftung ist anscheinend so gut wie durch. Wir haben schon eine Registrierungsnummer, aber noch keine Papiere. Wir bleiben gespannt….

Vorbereitungen für Loy Krathong im Child Center

Ja, und dann wollen wir im Dezember für eine Weile nach Deutschland kommen. Wir dachten so an zwei Monate. Zum Einen hat das mit der Anstellung beim Startblock zu tun, zum Zweiten mit Weihnachten  und dann auch mit der Notwendikeit, Sponsoren für unsere Familie und auch für die Stiftung zu finden. Na, und dann werden wir natürlich die Gelegenheit nutzen, in so vielen Gemeinden und Jugendgruppen und was auch immer, wie möglich, von unserer Arbeit zu berichten und vor allem davon, wie gut unser Gott ist! Wenn Ihr dabei sein wollt, dann schreibt uns und wir werden Euch wissen lassen, wann wir wo sind (sobald wir dies selbst wissen). Im Moment ist geplant, dass wir am 19. Dezember bei enChristo in Mainz sind, aber noch nicht länger berichten. Das machen wir dann mal im Januar.

Wir haben zwar zur Zeit noch keine Tickets, aber wir vertrauen darauf, dass Gott uns das Geld nach Seinem Timing zukommen lässt. Die Familie hilf schon kräftig mit. Vielen Dank an dieser Stelle dafür! Vielleicht können wir dann den Einen oder die Andere von Euch sehen. Bis dahin schicken wir einen besonderen und gut angewärmten Segen aus Thailand in die Welt!


   Okt 02

Our Home Chapel – die “Kapelle”, die unser Zuhause ist

Gottesdienste sind am Freitagabend und am Sonntagmorgen

Höchste Zeit für ein Update. Nachdem wir jetzt fast zwei Monate bei Our Home Chapel mitarbeiten, wollen wir sie Euch mal etwas näher vorstellen.

Lobpreis in Our Home Chapel

Vor zehn Jahren kam der Missionar Kelly Hilderbrand, Chemiker und Doktor der Theologie, mit seiner Frau Angela und zwei Kindern nach Bangkok. Damit begann die Geschichte von Our Home Chapel.

Die Hilderbrands gründeten hier eine Sprachschule, um die Studenten der nahegelegenen Ramkhamhaeng-Universität zu erreichen und ihnen durch persönliche Beziehung die Liebe Gottes zu zeigen. Die meisten Gemeindeglieder heute, haben als Englisch-Schüler bei Our Home Study Center angefangen.

Bibelkreis im Our Home Coffee House

Daraus entwickelte sich die Idee, die Dinge, die die Gemeinde in der Nachbarschaft tun wollte, wie Studenten-Evangelisation, Englisch-Camp und auch die Arbeit mit den Kindern in sehr ärmlichen Wohngebieten, durch gemeindeeigene Unternehmen zu finanzieren. So gibt es heute ein Reisebüro, einen Frisörsalon (wo auch immer ich in Bangkok arbeite, gibt es einen Frisörsalon – damals, bei Rahab Ministries, bei Manna Home und nun auch bei Our Home Chapel!), ein Café und ein Restaurant (gleichzeitig unsere Kantine), deren Gewinne zu 50% in die verschiedenen Aktivitäten einfließen.

Lauter Königskinder bei den Kleinsten!

Die Gemeinde ist sehr jung, sehr lebendig und sehr familiär. Sie wird heute von Direk Saelee, einem thailändischen Pastor, geleitet. Und wie wir so langsam herausfinden, arbeiten die meisten Mitglieder – zumindest als Teilzeitkräfte – irgendwie in der Gemeinde. So treffen wir viele von ihnen auch während der Woche immer wieder. In der Sprachschule, Our Home Study Center, arbeiten hauptsächlich ehrenamtliche Mitarbeiter aus Nordamerika. Geleitet wird die Schule von Nave Sangsa, eine der ersten Studentinnen, die sich der Gemeinde anschlossen. Wir sind die einzigen “Volunteers”, die nicht in der Schule arbeiten und bisher die einzigen Europäer (!).

Die Geschichte der letzten zehn Jahre im Leben der Hilderbrands und von Our Home Chapel könnt Ihr in Kellys Buch “A Snake in the Kitchen” nachlesen. Wenn mal Zeit ist, wollen wir es übersetzten, aber momentan geht die Arbeit in der Stiftung vor.

Pastor Dton (Thai) und Pastor Kelly (Englisch)

Der Gottesdienst in der Gemeinde ist ein recht bunter Mix aus Lobpreis in Thai (der Text wird auch in “Karaoke-Sprache”, einer Art englischer Lautschrift angezeigt), Bekanntmachungen in Thai (Katja lässt sich die wichtigen Dinge immer von den “Mädels” wiederholen, sonst ginge alles an uns vorbei) und einer Predigt in Thai mit englischer Übersetzung oder in Englisch mit Übersetzung in Thai. Und dann gibt es ein gemeinames Mittagessen. Mmmmmm, jeden Sonntag zum Thailänder! :o ) Und so wird dann das Geschirr getrocknet:

Geschirrtrocknen leicht gemacht

Bemerkenswert ist vielleicht noch, dass man bei Senior Missionary, Dr. Kelly Hilderbrand am allerbesten mit deutschem Essen Gunst erwerben kann: Kartoffelsalat! Den hat seine deutsche Oma nämlich auch immer gemacht.

Zuletzt noch ein paar Bilder von der Taufe am letzten Sonntag. Sieben junge Leute haben ihr Leben Jesus gegeben. In einem Trog vor der Gemeinde. Das nenne ich ein öffentliches Bekenntnis! Und irgendwie war ich an enChristo erinnert. Nur dass der thailändische Pastor so clever ist, trocken zu bleiben. :o )

Sieben junge Leute

Täufling und Pastor

kühles duftendes Taufwasser


   Jul 31

Friendbook – das Englisch-Camp

Hello everybody!

Nachdem wir für drei Tage auf dem Englisch-Camp unserer Gemeinde waren, müssen wir doch den Bericht auch mal in Englisch beginnen! Die Stimmung ist gutVersammlung im Hof der Gemeinde

Jedes Jahr führt die Gemeinde ein Englisch-Camp durch, an dem vor allem College-Studenten der benachbarten Ramkhamhaeng-Universität teilnehmen. Viele von ihnen nehmen Englischunterricht in “Our Home Study Center”, der Sprachschule der Gemeinde. In diesem Jahr sind wir mitgefahren. Wir wollten die Gemeinde besser kennenlernen. Das ist uns auch geglückt. Dang - ein echter EntertainerMit Einigen haben wir persönlichen Kontakt gehabt (oftmals durch unsere Kinder), Andere konnten wir beobachten, wie sie sich einbrachten, Beziehungen knüpften oder im Hintergrund wirkten. Camp-Shirts gab´s für alle!

Am Sonntagmorgen im 7.00 Uhr sollte Abfahrt sein.  TIT – This is Thailand! Wir fuhren also gegen halb acht ab, in drei großen Bussen. Es ging ins Thanu-River-Resort in der Provinz Petchaburi. Das klingt jetzt sehr mondän, aber glaubt mir – das täuscht! Die Umgebung war wunderschön, das Gelände an einem Fluss gelegen, auf dem man Raften konnte oder sich einfach in Schwimmweste treiben lassen.Viel Grün am Fluss

Norman und die NofretetesWährend des Camps gab es Unterricht, Norman wird "geschminkt"Spiele, Gruppenaufgaben und eine 70er-Jahre Party. Für die Teilnehmer war es, glaube ich, ein Riesenspaß. Und der Abschied zeigte, dass das Ziel, Beziehungen zu knüpfen und zu vertiefen, wirklich erreicht worden war. Wir hoffen, auch in der Gemeinde mal die Eine oder den Anderen wiederzutreffen. Die Hippie-Familie Pieterek Dortje hat auch neue Freundinnen gefunden, die sie gleich mal als Zug eingespannt hat. Es gab eine Schranke und ein Auto, das über die Schienen fuhr, wenn die Schranke oben war. Nave und die Anderen vertreiben Dortje die Zeit

Ich denke, dass das Camp gut für uns war, wenn auch nicht immer einfach. Sicherheitvorkehrungen haben in Thailand keine sehr hohe Priorität, und so mussten wir unsere Kinder immer im Auge behalten, damit sie nicht im Wasser oder in sonstigen Abgründen landeten. Aber alles ist gutgegangen und wir sind etwas mehr Teil der “Our Home Chapel” Gemeinde geworden.


   Jul 15

Ausflug ins “richtige” Thailand

Als wir Ende Januar nach Bangkok kamen, hat uns Dortje nach wenigen Tagen gefragt wann wir nun endlich ins richtige Thailand fahren würden. Thailand ist für sie das Meer, Strand, Palmen, baden gehen und im Sand spielen. Jannes hat diese Vorstellung bald übernommen. Und so haben wir uns entschlossen, nach fünf Monaten Bangkok, die Kindergartenferien zu nutzen und nach Thailand zu fahren, genauer gesagt nach Rayong ans Meer.

Sonne, Strand und MeerRayong liegt ungefähr 180 km südöstlich von Bangkok. Das Schwierigste am Weg ans Meer war aus Bangkok heraus zukommen und in Rayong die richtige Straße zu finden. Jedes Land hat so seine ganz eigene Art Hinweisschilder aufzustellen.                                  Unsere Unterkunft war sehr einfach, aber sauber und günstig, mit Meerblick und nur 200 Meter vom Strand entfernt. So machte es auch nichts, wenn wir mal noch etwas aus unserem Zimmer brauchten oder etwas vergessen hatten.Baumstamm am Strand

Da zur Zeit nur wenige westliche Touristen in Rayong sind und Thailänder meist am Wochenende dorthin fahren, hatten wir den Strand fast für uns alleine. Wenn nicht ab und zu ein fahrender Händler vorbeigekommen wäre, wäre es fast ein bißchen einsam gewesen.

Meerjungfrau und Pfeifer

Arielle in Koh Samet?

Highlight unserer fünf Tage am Meer war ein Ausflug auf die Insel Koh Samet. Mit einem kleinem Boot (Fähre?), das wir uns mit einigen anderen Passagieren und einer menge Waren für die Insel teilten, waren wir ungefähr eine halbe Stunde bei schönstem Wetter unterwegs.  Für unsere Kinder war es ein neues Erlebnis.Norman und Jannes beim Buddeln

An unserem letzten Tag am Strand von Rayong bekamen wir Besuch von einem kleinen Elefanten, den die Kinder füttern durften. Einem Elefanten so dicht gegenüber zu stehen war für unsere Kleinen natürlich sehr aufregend.  Leider hatten wir da unsere Kamera nicht zur Hand.

Unsere Sandburg

Unser ganzer Stolz!

Nachmittagsstimmung am StrandNorman und Dortje am Strand


   Jul 11

Ein Abschnitt ist zuende

Erst haben wir eine Weile gebraucht, um uns zu entscheiden und dann noch einmal eine Weile, um es bekannt zu machen: Wir haben Manna Home verlassen.

Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir bezüglich der Gründe hier nicht ins Detail gehen können. Nur soviel: Wir hatten das Gefühl, dass wir unsere Zeit und Kraft dort nicht sinnvoll einsetzen konnten. Die Entscheidung ist uns alles Andere als leicht gefallen. Schon seit Monaten haben uns unsere Freunde und Pastoren empfohlen, die Stiftung zu verlassen und unsere kostbare Zeit in Thailand sinnvoller einzusetzen. Das wollen wir jetzt tun. Allerdings helfen wir noch so lange aus, bis jemand den Job übernehmen kann, jedoch nicht mehr ganztägig, sondern nur gelegentlich.

Nach einer Pause für uns und unsere Kinder wollen wir bei der Foursquare-Gemeinde hier mitarbeiten. Unter www.worldbasethailand.org findet sich mehr zu ihrer Arbeit. Katja wird wohl in der Betreuung von Slumkindern mithelfen und Norman vielleicht Deutsch unterrichten. Wir gehen seit einiger Zeit in diese Gemeinde und fühlen uns dort wohl. Die meisten Gemeindeglieder sind durch die Sprachschule zum Glauben gekommen. Da immer auch einige Volunteers aus Amerika da sind, sowie das Pastorenehepaar Kelly und Angela Hilderbrand, sind wir als Ausländer dort dennoch nicht allein.

Natürlich werden wir weiter berichten, wenn wir mit der Arbeit dort angefangen haben.


   Mai 29

Es geht weiter!

Einige haben es schon gehört, Andere noch nicht: Unsere Freundin und Direktorin Ning hat recht kurzfristig ihre Arbeit bei Manna Home beendet. Dennoch hat das Board der Stiftung gestern beschlossen, die Arbeit mit dem verbliebenen Team fortzuführen und einen neuen Direktor zu suchen. Bis dieser gefunden ist, sollen die Mitarbeiter die Wiedereröffnung des Kinderheimes weiter vorbereiten und die Arbeit in Bangkok aufteilen. Ob Ning wieder Teil des Teams wird, bleibt offen. Sie befindet sich derzeit in Behandlung in einem Krankenhaus in ihrer Heimat Buriram.

Da wir nach vielen Überlegungen und viel Gebet beschlossen hatten, uns der Entscheidung des Boards zu fügen, werden wir zunächst einmal weiter bei Manna Home mitarbeiten. Norman wurde gebeten, sich um die Buchhaltung und den letzten verbliebenen Mitarbeiter zu kümmern und Katja wird wieder nach der Schule im Büro arbeiten.

Wir hoffen, dass sehr bald ein neuer Verantwortungsträger gefunden wird und dass diese Person eine Vision und Leidenschaft für die Arbeit von Manna Home mitbringt. Wer beten will – hier ist ein Anliegen!